ARZ @ OAK 9:22 – Spielbericht – Week 7 Season 2006
Hurra es ist vollbracht, nach insgesamt elf aufeinander folgenden Niederlagen in Pflichtspielen ist den Raiders erstmals wieder ein Sieg gelungen. 22:9 wurden die Arizona Cardinals vernichtend geschlagen. Die Cardinals, die noch in der Vorwoche wie der sichere Sieger gegen Superbowl-Nummereins-Tipp Chicago Bears aussahen und nur ganz knapp 23:24 verloren. Netter Nebeneffekt nach diesem Spieltag: Die Oakland Raiders stellen die beste Verteidigung gegen das Passspiel der gesamten NFL.
Matchwinner war wieder einmal die Defense. Ja,ja Matchwinner – das war doch der erste Sieg. Der erste Sieg für die Oakland Raiders in dieser Saison, doch überzeugend ist die Defense seit Beginn der Saison. Nicht nur gegen den Pass ist man führend, auch bei den erlaubten Yards belegen die Raiders einen hervorragenden fünften Platz. Rookie Michael Huff sicherte mit einem Safety zwei Punkte für die Raiders und Derrick Burgess ist zum wiederholten Mal Defensive Player of the Week.
Nach gegenseitigem Abtasten ohne Punktgewinn kamen die Raiders an der eigenen 39-yard-line zum zweiten Mal in Ballbesitz. Einem 11-yard-Pass folgte gleich wie gewohnt ein Foul. Robert Gallery entwickelt sich immer mehr zum Feind Nummer eins der amerikanischen Fans. Ich bin mir nicht sicher, ob man hier übertreibt. Sicher spielt er selten überragend, aber wirklich schlecht spielt er doch auch nicht. Egal weiter: Andrew Walters nächster Pass traf Randy Moss für 32 yard Raumgewinn. Beim zweiten Versuch und 8 Yards gab es dann die nächste Strafe, diesmal war es Andersons Schuld. Mit einem 16-Yard Pass auf Ronald Curry befreite sich Walter. Ein solider 14 Yard Lauf von Justin Fargas und schon standen die Raiders an der 1 Yard Linie der Cardinals. Dieses letzte Yard überwand ReShard Lee, der in der Offseason von den Green Bay Packers zu den Raiders stieß. 7:0 Oakland Raiders. Dann ging es Schlag-auf-Schlag. Bereits der zweite Versuch von Leinart wurde dank Burgess Berührung und Ablenkung durch Terdell Sands abgefangen. Andrew Walter fackelte nicht lange und warf erneut über 32 Yards zu Randy Moss. 14:0 nach 8 Sekunden Ballbesitz. Leinart konnte einem Leid tun, der nächste Ballbesitz begann mit einem >Sack< und endete nach drei erfolglosen Versuchen. Quarter zwei begann mit einem Janikowski Fieldgoal 17:0.
Drei Versuche für Arizona, dann passierte es erstmals auch Andrew Walter: Er wurde gesackt und fumbelte dabei den Ball an der eigenen 32yard-line. Die gute Ausgangslage nutzten die Vögel aus Arizona zum 17:3 Anschluss-Fieldgoal. Die Abwehrschlacht verhinderte weitere Punkte vor der Halbzeit.
Das dritte Quarter begann wie das zweite aufgehört hatte, bevor Walter mit einem 35 yard Pass auf Anderson die Raiders wieder auf Fahrt brachte. Janikowskis Fieldgoal führte die Raiders mit 20:3 in den Schlussabschnitt ein. Michael Huff zementierte mit einem Safety die Sieg-Aussichten 22:3. Dann passierte es: Andrew Walter wurde von Berry gesackt und verletzte sich dabei an der Schulter. Unser Andrew, den wir doch nicht mehr hergeben möchten. Art Shell lass Brooks draußen und Walter spielen! Hoffen wir, dass die Verletzung nicht zu schlimm ist. Zu allem Übel verlor Andrew dabei auch noch den Ball. erneut in hervorragender Ausgangslage an Oaklands 44 yard-line gelang den Cardinals ein Fieldgoal. 22:6. Im vierten Quarter fiel nur noch ein weiteres Fieldgoal der Arizona Cardinals ins Gewicht und so gewannen erstmals in dieser Saison die Raiders 22:9.
Der strauchelnde Superbowl-Sieger Pittsburgh Steelers kommt als nächstes zu Gast nach Oakland. Die Devise ist klar: Jetzt wollen die Raiders zu Hause kein Spiel mehr verlieren. Die San Diego Chargers haben die Steelers besiegt, aber Kansas City ging mit 7:45 geradezu unter. Gerüchteweise hat Andrew Walter gute Chancen weiterhin Starting-Quarterback zu bleiben, auch wenn Art Shell ursprünglich etwas anderes verlautbaren ließ. Ein weiteres Gerücht besagt, dass Jerry Porter geläutert sei. Nachdem die Raiders eine Verkürzung der 4-Wochen-Suspendierung auf 2 Wochen zugestimmt haben und Art Shell Gesprächsbereitschaft gezeigt hat, könnte es tatsächlich zum Traum-Duo Porter Moss gegen die Steelers kommen. Schade, dass man in Deutschland nur sehr mühsam an die Hintergründe der Porter-Shell Geschichte kommt. Die offiziellen Verlautbarungen lassen Porter in sehr schlechtem Licht erscheinen und ich kann nur schwer einen derartigen Spieler gutheißen, aber Warren Sapp lässt immer ganz andere Geschichten verbreiten und demnach ist Porter vielleicht der Einzige, der früh erkannt hat, wo man eingreifen muss, um die Raiders endlich wieder in ein erfolgreiches Team zu verwandeln.
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